Glossar

Sie haben Fragen zu einem der Begriffe zum Thema Bonität, Kreidtwürdigkeit oder anderen Themen? Hier finden Sie Erklärungen zu häufig verwendeten Fachwörtern im Bereich Bonität.

Aktiva

Die Aktiva eines Unternehmens zeigen, über welche Vermögenswerte es verfügt. Mit diesem Guthaben kann die Firma aktiv arbeiten.

Amortisation

Amortisation bezeichnet den Rückfluss von Gelderlösen aus vorher getätigten Investitionen. Eine Anschaffung hat sich amortisiert, wenn das Unternehmen daraus genauso hohe Erlöse erwirtschaftet hat.

Anleihe

Anleihen sind Wertpapiere mit fest vereinbarten Zinserträgen. Rahmenbedingungen, Rückzahlung und Verzinsung werden in einer Urkunde – der Anleihe – verbrieft. Der Käufer einer Anleihe hat keine Stimm- oder Teilhaberrechte.

Benchmark

Der Benchmark ist eine Methode, um den Erfolg von Geldanlagen messbar zu machen. Hierfür werden verschiedene Vergleichs- und Referenzwerte herangezogen.

Bonität

Als Bonität wird die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers bezeichnet. Sie fasst damit die Fähigkeit des Unternehmers zusammen, aufgenommene Kredite zurückzuzahlen.

Bonitätsprüfung

Die Bonität bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit eines Unternehmens, einer Person oder eines Staates, Schulden zurückzahlen zu können. Dies ist relevant für die Einschätzung von Kreditanträgen, Kunden und auch Lieferanten. Niemand möchte Ratenzahlungen verspätet empfangen, Rechnungen nicht bezahlt bekommen oder plötzlich einen Ausfall in der Lieferkette haben. Falsche Kreditentscheidungen können heutzutage zu heftigen Finanzproblemen führen. Gerade Banken haben hier auch strikte regulatorische Vorgaben, mit wieviel Risiko sie arbeiten dürfen und wieviel Risiko ihre vergebenen Kredite haben dürfen.

Für eine Prüfung der Bonität wird in der Regel bei einer Auskunftei angefragt. Im Konsumentenbereich ist dies die Schutzanstalt für allgemeine Kreditsicherung "Schufa", welche die Aufgabe hat Kunden vor Überschuldungen zu schützen und die Unternehmen und Kreditinstitute vor Verlusten zu bewahren. Im B2B Bereich gibt es verschiedene Wirtschaftsauskunfteien, welche sich mit der Bonität von Unternehmen, deren Zahlungsfähigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeit befassen.

Egal bei ob Konsumenten oder Unternehmen sammeln Auskunfteien alle relevanten Daten zur Einschätzung der Bonität ein. Insbesondere Meldungen über verspätete Zahlungen, Inkasso- oder Insolvenzverfahren werden besonders streng gesammelt und bewertet, da diese Faktoren sehr relevant sind für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens. Mahnbescheide, Pfändungen, Kündigung wegen Ratenverzug werden entweder aktiv oder passiv bei den Auskunfteien gesammelt. Passiv heisst in diesem Fall, dass Banken oder Unternehmen, die die Bonität von Geschäftspartners abfragen, dazu verpflichtet sind Rückmeldung an die Auskunfteien zu geben.

Wie läuft nun eine Bonitätsprüfung eines Unternehmens ab? Hierfür werden die unterschiedlichen Informationen - positiv/statisch wie auch negativ/dynamisch - abgefragt und bewertet. Je nach Höhe des zu versichernden Risikos variiert der Umfang der Prüfung. Handelt es sich um eine größere Kreditentscheidung werden i.d.R. mehr Informationen abgefragt und Geschäftszahlen detailliert überprüft. Bei einer kleineren Transaktion wie etwa dem Abschluss eines Handyvertrages verwendet man i.d.R. weniger Informationen, welche anhand eines sogenanten Bonitätsindexes quantifiziert werden. Dieser Bonitätindex erlaubt dann eine schnellere Entscheidung, da man die Entscheidung direkt auf einen Wert festlegen kann. Generell gilt: je schlechter die Bonität, desto schlechter sind die Konditionen des Vertrages und desto teurer sind die Zinsen des Kredites. Dies wird damit begründet, dass man das höhere Risiko entsprechend bepreist.

Behalten Sie also stets Ihre Bonität im Blick und prüfen Sie regelmässig, ob alle Daten korrekt sind. Nutzen Sie hierfür BankenScore, um ihre Daten einfach und sicher zu verwalten. Prüfen Sie auch, welche Angebote Banken Ihnen basierend auf Ihrer Bonität direkt anbieten möchten. Ihre Daten sind dabei sicher und werden niemals ohne Ihre explizite Zustimmung weitergegeben.

Cashflow

Der Begriff Cashflow bezeichnet den Geldfluss eines Unternehmens innerhalb einer festgelegten Abrechnungsperiode (u. a. Geschäftsjahr). Aus den negativen und positiven Werten – also dem Zu- und Abfluss von Geldmitteln – und der vorausgehenden jährlichen Entwicklung lässt sich auf das Finanzierungspotenzial eines Unternehmens schließen.

Deckung

Deckung sagt im Kreditwesen aus, dass der Wert des Objektes, für den der Unternehmer einen Kredit aufnimmt, im richtigen Verhältnis zu dem Kredit steht, diesen also „abdeckt“. Bei einer Unterdeckung muss der Kreditnehmer gegebenenfalls weitere Sicherheiten stellen. Bei einer Überdeckung kann die Bank weitere Sicherheiten freigeben.

Diskont

Der Diskont ist ein Zinsabschlag. Üblich ist dies bei Beträgen, die Unternehmer vor dem Fälligkeitsdatum zahlen.

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins umfasst alle Kosten, die jährlich und bezogen auf die Höhe des Kredits anfallen.

ESZB

Die Abkürzung ESZB steht für das Europäische System der Zentralbanken. Ein stabiles Preisniveau ist dabei das übergeordnete Ziel. Die Europäische Zentralbank und alle nationalen Zentralbanken innerhalb der Europäischen Union arbeiten hierfür zusammen.

Kapitaldienstfähigkeit

Kreditgeber haben immer Interesse daran, ihr Kreditausfallrisiko beim Schuldner zu quantifizieren. Dafür steht ihnen eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung, die am häufigsten verwendete und relevanteste interne Kennzahl bei Banken ist die Kapitaldienstfähigkeit. Diese beziffert die Fähigkeit des Schuldners bzw. Antragstellers, in der Zukunft ausreichend Cashflow zu generieren, um alle Verbindlichkeiten damit zurückzahlen zu können. Die Kapitaldienstfähigkeit ist eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bei Banken und gehört zum Kern des internen Ratings der Banken.

Die Kapitaldienstfähigkeit erreichnet sich wie folgt:

Unternehmensergebnis
+ Abschreibungen bzw. alle Aufwendungen ohne Auszahlungen
+ Zinsaufwand Darlehen
+ Zinsaufwand Kontokorrentkredite
= Cashflow

- Investitionen
+ neue Darlehen
- Tilgung Darlegen
- Zinsaufwand Darlehen
- Zinsaufwand Kontokorrentkredite
= Kapitaldienstfähigkeit


Die Skala bzgl. der tatsächlichen Auslastung der Kapitaldienstgrenze, d.h. welcher Wert als kritisch betrachtet wird, ist bei jeder Bank unterschiedlich. Allerdings gilt: bei zu geringer Kapitaldienstfähigkeit können bei zukünftigen negativen Entwicklungen des Geschäfts (Umsatzrückgang, verspätete Zahlung durch Kunden, etc.) die Kredite nicht mehr vollständig oder zeitgerecht bedient werden. Dann müsste der Kreditnehmer entweder Anlagen liquidieren bzw. Teile seines Vermögens veräußern oder etwa seine Kapitalposition erhöhen, um den Kapitaldienst sicherzustellen. Allerdings wären dies dann wiederum erste Anzeichen von einer Verschuldung oder einer Unternehmenskrise.

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Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens beschreibt, inwieweit einem Kunden seitens des Kreditgebers zugetraut wird, dass er den aufgenommenen Kredit auch zurückzahlen kann. Während die Bonität eher die reine quantitative Betrachung anhand eines Scoringverfahrens einer Auskunftei bezeichnet, drückt die Kreditwürdigkeit eher die Sicht eines Kreditgebers aus. Im Sprachgebrauch werden beide Begriff häufig gleich verwendet. Banken unterscheiden jedoch klar, zwischen Bonität, Kreditwürdigkeit und auch ihrem eigenen internen Rating-system.

Für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens werden insbesondere zwei Dinge besonders scharf von Banken analysiert: die Kontohistorie und die aktuellen Geschäftszahlen.

Mit den Geschäftszahlen bildet sich eine Bank in erster Linie ein Bild zur generellen Profitabilität des Unternehmens und der Branche. Hierzu werden übliche Finanzkennzahlen entnommen und mit ähnlichen Kreditnehmern verglichen. Hierzu werden normalerweise interne Vorgaben und Richtwerte gegeben, z.B. wie schlecht eine Marge sein darf, wie gut sich der Umsatz entwickelt haben muss, wieviele Schulden man haben darf, etc.

Anhand der Kontohistorie wird das eigene Zahlungsverhalten sowie auch das der Kunden der letzten zwölf Monate des Unternehmens betrachtet, z.B. ob man Kredite regelmässig abbezahlt hat oder ob es zu Pfändungen kam. Aber auch Rechnungseingängen sowie der generelle monatliche Kontostand werden betrachtet. Bei größeren Krediten wird auch gegengeprüft, ob sich beispielsweise Cashflows des Kontos mit den Zahlen der übrigen Geschäftsberichte decken. Stimmen etwa eingehende Zahlungen nicht mit deklarierten Umsätzen überein, kann es sein, dass die Bank versteckte Zahlungen auf weiteren Konten vermutet und somit den Antrag direkt ablehnt. Aus genau diesem Grund ist es auch fast unmöglich einen anderen Kredit als von seiner Hausbank zu erhalten, da bis vor kurzem nur die Hausbank direkten Zugriff auf die Kontohistorie hatte. Erst seit kurzem ist es nun auch anderen Banken möglich die Kontohistorie eines Antragstellers verlässlich zu prüfen und passende Kreditangebote zu geben.

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Kontokorrent

Kontokorrent bezeichnet die laufende Verrechnung gegenseitiger Ansprüche oder Leistungen von Geschäftspartnern.

Kreditkonditionen

Kreditkonditionen sind grundlegende Rahmenbedingungen für die Vergabe von Krediten. Verschiedene Merkmale des Kredites sind darin zusammengefasst, u. a. Zinssätze, Laufzeiten und Tilgungsmöglichkeiten.

Kreditgeber

Der Kreditgeber – auch Darlehensgeber oder Gläubiger genannt – ist eine natürliche oder juristische Person. Er verleiht Geld und erwartet die Rückzahlung des verliehenen Geldbetrags zu einem festgelegten Zeitpunkt und zu einem festgeschriebenen Zinssatz.

Kreditnehmer

Der Kreditnehmer – auch Darlehensnehmer oder Schuldner genannt – ist eine natürliche oder juristische Person. Er leiht Geld bei Kreditinstituten oder anderen Kreditgebern und sichert die Rückzahlung zu festgelegten Konditionen zu.

Kreditscoring

Der Scoring-Wert – auch Kreditscore genannt – ist eine Kennzahl, die auf Grundlage statistischer Analysen Aussagen über die Kreditwürdigkeit von Unternehmen trifft. Sie gibt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls wieder. Je niedriger der Score-Wert desto höher das Ausfallrisiko.

Laufzeit

Die Laufzeit eines Kredits definiert, wie lange ein Unternehmer den aufgenommenen Kredit zurückzahlt. Der festgelegte Zeitraum hat Einfluss auf monatliche Raten und die Kreditgesamtkosten.

Sollzins

Der Sollzins ist direkt an das genommene Darlehen geknüpft. Für diesen Zins stellt der Kreditgeber dem Kreditnehmer neue Geldmittel zur Verfügung. Der gebundene Sollzins bleibt für den gesamten Rückzahlungszeitraum unverändert, während sich der variable Sollzins den Zinsentwicklungen anpasst.

Tilgung

Mit der sogenannten Tilgung begleicht ein Unternehmen seine Schulden. Diese Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten kann planmäßig oder außerplanmäßig erfolgen.

Zinsen

Zinsen erheben Kreditgeber als Gegenleistung für das überlassene Kapital bzw. als Gebühr für das bereitgestellte Geld. Sie richten sich in der Regel nach der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und der Darlehenshöhe.

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