Glossar

Sie haben Fragen zu einem der Begriffe zum Thema Bonität, Kreditwürdigkeit oder anderen Themen? Hier finden Sie Erklärungen zu häufig verwendeten Fachwörtern im Bereich Bonität.

Aktiva

Die Aktiva eines Unternehmens zeigen, über welche Vermögenswerte es verfügt. Mit diesem Guthaben kann die Firma aktiv arbeiten. Diese Vermögenswerte können sich aus verschiedenen Posten zusammensetzen und stehen üblicherweise auf der linken Seite der Bilanz.

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Amortisation

Amortisation bezeichnet den Rückfluss von Gelderlösen aus vorher getätigten Investitionen. Eine Anschaffung hat sich amortisiert, wenn das Unternehmen daraus genauso hohe Erlöse erwirtschaftet hat.

Anleihe

Anleihen sind Wertpapiere mit fest vereinbarten Zinserträgen. Rahmenbedingungen, Rückzahlung und Verzinsung werden in einer Urkunde – der Anleihe – verbrieft. Der Käufer einer Anleihe hat keine Stimm- oder Teilhaberrechte.

Benchmark

Der Benchmark ist eine Methode, um den Erfolg von Geldanlagen messbar zu machen. Hierfür werden verschiedene Vergleichs- und Referenzwerte herangezogen.

Bonität

Als Bonität wird die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers bezeichnet. Sie fasst damit die Fähigkeit des Unternehmers zusammen, aufgenommene Kredite zurückzuzahlen.

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Bonitätsprüfung

Die Bonität bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit eines Unternehmens, einer Person oder eines Staates, Schulden zurückzahlen zu können. Dies ist relevant für die Einschätzung von Kreditanträgen, Kunden und auch Lieferanten. Niemand möchte Ratenzahlungen verspätet empfangen, Rechnungen nicht bezahlt bekommen oder plötzlich einen Ausfall in der Lieferkette haben. Falsche Kreditentscheidungen können heutzutage zu heftigen Finanzproblemen führen. Gerade Banken haben hier auch strikte regulatorische Vorgaben, mit wieviel Risiko sie arbeiten dürfen und wieviel Risiko ihre vergebenen Kredite haben dürfen.

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Boniversum

Die Creditreform Boniversum GmbH wurde 1997 am Ort Neuss gegründet als Teil der Creditreform Gruppe und führt Bonitätsprüfungen von Privatpersonen durch (B2C, consumer) und liefert die gewonnenen Bonitätsinformationen über Konsumenten an Unternehmen. Darüber werden auch einige Services direkt für Privatpersonen angeboten: Online Bestellung von Selbstauskunft, Beratung und Informationen zu Themen Auskunft, Online Bonitätsprüfung und Datenschutz.

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Bürgel

CRIFBürgel / Bürgel / CRIF ist eine Wirtschaftsauskunftei, die sich als Spezialist für Wirtschaftsinformationen bezeichnet. Vielen Privatkunden ist im Rahmen von Bonitätsprüfungen nur die Schufa bekannt, welche quasi eine Monopolstellung für Bonitätsinformationen für Privatpersonen hat. Für kleinere Unternehmer, Mittelständler und Selbstständige gibt es jedoch mehrere Auskunfteien, wie Creditreform oder CRIFBürgel / Bürgel / Crif, die Informationen über Firmen speichern und Kunden und Finanzinstituten / Banken zur Verfügung stellen.

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Cashflow

Der Begriff Cashflow bezeichnet den Geldfluss eines Unternehmens innerhalb einer festgelegten Abrechnungsperiode (u. a. Geschäftsjahr). Aus den negativen und positiven Werten – also dem Zu- und Abfluss von Geldmitteln – und der vorausgehenden jährlichen Entwicklung lässt sich auf das Finanzierungspotenzial eines Unternehmens schließen.

Creditreform

Creditreform wurde am 9. März 1879 am Ort Mainz als Verein gegründet und ist mittlerweile eine führende deutsche Wirtschaftsauskunftei mit Daten über Firmen, Unternehmen und Privatpersonen (consumer). Kerngeschäfte der Creditreform umfassen die Erstellung von Bonitätsauskünften sowie vor allem Dienstleistungen im Forderungsmanagement und im Inkasso.

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CRIF Bürgel

Siehe Bürgel

Deckung

Deckung sagt im Kreditwesen aus, dass der Wert des Objektes, für den der Unternehmer einen Kredit aufnimmt, im richtigen Verhältnis zu dem Kredit steht, diesen also „abdeckt“. Bei einer Unterdeckung muss der Kreditnehmer gegebenenfalls weitere Sicherheiten stellen. Bei einer Überdeckung kann die Bank weitere Sicherheiten freigeben.

Diskont

Der Diskont ist ein Zinsabschlag. Üblich ist dies bei Beträgen, die Unternehmer vor dem Fälligkeitsdatum zahlen.

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins umfasst alle Kosten, die jährlich und bezogen auf die Höhe des Kredits anfallen.

ESZB

Die Abkürzung ESZB steht für das Europäische System der Zentralbanken. Ein stabiles Preisniveau ist dabei das übergeordnete Ziel. Die Europäische Zentralbank und alle nationalen Zentralbanken innerhalb der Europäischen Union arbeiten hierfür zusammen.

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Geschäftskredit

Ein Geschäftskredit ist eine typische Kreditform im gewerblichen Bereich, die als Sammelbegriff für verschiedene Kreditformen genutzt wird. Vergleichbar zu Darlehen im Privatkundenbereich bieten Banken ihren Geschäftskunden Geschäftskredite in unterschiedlichen Kreditvarianten an. Voraussetzung für die Vergabe eines Geschäftskredit ist die Stellung von Sicherheiten. Im Gegensatz zu Privatkrediten ist es ohne Besicherung sehr schwer einen Geschäftskredit zu erhalten.

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Kapitaldienstfähigkeit

Kreditgeber haben immer Interesse daran, ihr Kreditausfallrisiko beim Schuldner zu quantifizieren. Dafür steht ihnen eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung, die am häufigsten verwendete und relevanteste interne Kennzahl bei Banken ist die Kapitaldienstfähigkeit. Diese beziffert die Fähigkeit des Schuldners bzw. Antragstellers, in der Zukunft ausreichend Cashflow zu generieren, um alle Verbindlichkeiten damit zurückzahlen zu können. Die Kapitaldienstfähigkeit ist eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bei Banken und gehört zum Kern des internen Ratings der Banken.

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Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens beschreibt, inwieweit einem Kunden seitens des Kreditgebers zugetraut wird, dass er den aufgenommenen Kredit auch zurückzahlen kann. Während die Bonität eher die reine quantitative Betrachung anhand eines Scoringverfahrens einer Auskunftei bezeichnet, drückt die Kreditwürdigkeit eher die Sicht eines Kreditgebers aus. Im Sprachgebrauch werden beide Begriff häufig gleich verwendet. Banken unterscheiden jedoch klar, zwischen Bonität, Kreditwürdigkeit und auch ihrem eigenen internen Rating-system.

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Kontokorrent

Kontokorrent bezeichnet die laufende Verrechnung gegenseitiger Ansprüche oder Leistungen von Geschäftspartnern.

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Kreditkonditionen

Kreditkonditionen sind grundlegende Rahmenbedingungen für die Vergabe von Krediten. Verschiedene Merkmale des Kredites sind darin zusammengefasst, u. a. Zinssätze, Laufzeiten und Tilgungsmöglichkeiten.

Kreditgeber

Der Kreditgeber – auch Darlehensgeber oder Gläubiger genannt – ist eine natürliche oder juristische Person. Er verleiht Geld und erwartet die Rückzahlung des verliehenen Geldbetrags zu einem festgelegten Zeitpunkt und zu einem festgeschriebenen Zinssatz.

Kreditnehmer

Der Kreditnehmer – auch Darlehensnehmer oder Schuldner genannt – ist eine natürliche oder juristische Person. Er leiht Geld bei Kreditinstituten oder anderen Kreditgebern und sichert die Rückzahlung zu festgelegten Konditionen zu.

Kreditscoring

Der Scoring-Wert – auch Kreditscore genannt – ist eine Kennzahl, die auf Grundlage statistischer Analysen Aussagen über die Kreditwürdigkeit von Unternehmen trifft. Sie gibt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls wieder. Je niedriger der Score-Wert desto höher das Ausfallrisiko.

Laufzeit

Die Laufzeit eines Kredits definiert, wie lange ein Unternehmer den aufgenommenen Kredit zurückzahlt. Der festgelegte Zeitraum hat Einfluss auf monatliche Raten und die Kreditgesamtkosten.

Sollzins

Der Sollzins ist direkt an das genommene Darlehen geknüpft. Für diesen Zins stellt der Kreditgeber dem Kreditnehmer neue Geldmittel zur Verfügung. Der gebundene Sollzins bleibt für den gesamten Rückzahlungszeitraum unverändert, während sich der variable Sollzins den Zinsentwicklungen anpasst.

Tilgung

Mit der sogenannten Tilgung begleicht ein Unternehmen seine Schulden. Diese Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten kann planmäßig oder außerplanmäßig erfolgen.

Unternehmensfinanzierung

Unternehmensfinanzierung bezeichnet alle Maßnahmen und Mittel, die für eine Gründung oder den Ausbau eines Unternehmens nötig sind. Die gängigste Art, dies zu tun, ist einen Kredit von einer Bank zu erhalten

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Unternehmenskredit

Unter einem Unternehmenskredit versteht man ein Darlehen / Kredit eines Finanzinstituts an einen Geschäftskunden, ein Unternehmen, oder an eine Person, die eine selbstständige berufliche Tätigkeit ausführt. Kredite einer Bank für Unternehmen zählen dabei immer zur Fremdfinanzierung, müssen in der Bilanz ausgewiesen werden und sind meist an bestimmte Mindestanforderungen gebunden. Neben speziellen Formen des Kredit wie beispielsweise Akzeptkrediten oder Avalkrediten werden Unternehmenskredite im Allgemeinen von Banken in kurzfristige Kontokorrentkredite sowie mittel- und langfristige Investitionskredite eingeteilt.

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Zinsen

Zinsen erheben Kreditgeber als Gegenleistung für das überlassene Kapital bzw. als Gebühr für das bereitgestellte Geld. Sie richten sich in der Regel nach der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und der Darlehenshöhe.

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